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Meditation in Religion und Psychotherapie

enthält ein Werk von M.-L. von Franz
1958

Bemerkung: Die Aufsatz von Marie-Louise von Franz, »Aktive Imagination in der Psychologie von C. G. Jung«, kann jetzt als »Die aktive Imagination in der Psychologie C. G. Jungs« in Psychotherapie gefunden sein.
-- B.G.


Innerlichkeit und Versenkung, wie sie den mittelalterlichen Menschen Bedürfnis waren und wie sie im fernen Osten noch heute geübt werden, sind dem Menschen unserer Tage verlorengegangen. Wohl werden die Gefahren, die aus der einseitig extravertierten und der rein intellektuellen Grundhaltung für den Einzelmenschen und für das Kollektiv entstehen, immer wieder von Einsichtigen beschworen, aber selten werden praktische Wege aufgezeigt, die uns zu einer neuen Verinnerlichung führen. Ein solcher Weg ist der der Meditation. Über das Wie und Wohin dieses Weges wurde auf einer 7tägigen Veranstaltung der Stuttgarter Gemeinschaft "Arzt und Seelsorger" von Theologen, Psychotherapeuten und Psychologen referiert und diskutiert. Bei dieser Tagung kamen Vertreter beider Konfessionen und der verschiedenen psychotherapeutischen Schulen zu Wort: Kenner der Exerzitien des Ignatius von Loyola und des Kults der Benediktiner, katholische Dozenten und Seelsorger vereinigten sich mit bekannten protestantischen Theologen, deren Meditationsverfahren sich wesentlich auf die moderne Psychotherapie stützt; aus dem anderen "Lager" berichteten Psychotherapeuten und Anhänger fernöstlicher Weisheit aus der Fülle ihrer Praxis, zum Teil an Hand eindrucksvoller Bilder aus dem Unbewußten.

Mit diesem Band sollen 16 Referante und die Ergebnisse der Aussprachen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Nicht nur der kirchentreue Christ, auch der moderne, außerhalb der Kirchen stehende religiös aufgeschlossene Mensch findet in diesem Standardwerk der Meditation eine Fülle von Anregungen, um selbst oder mit Hilfe eines Kundigen die verlorengegangene oder gefährdete Welt der seelischen Tiefe wiederzufinden.


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