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Traum und Tod. Was uns die Träume Sterbender sagen.

Buch
Autor: M.-L. von Franz
vorrätig
1984
ISBN: 3-933939-59-3

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Zum rätselhaft Unbekannten gehört für den Menschen vor allem der Tod. Wo er ihm begegnet, entwirft sein Unbewußtes symbolische, mythische Bilder, die in archetypischen Träumen zutage treten. Solche "Todesträume" können ab der Lebensmitte vorkommen, um den Betreffenden zur Besinnlichkeit aufzurufen. Vorbereitende Funktion haben sie dagegen bei Menschen, deren Tod tatsächlich bevorsteht. Dieses Buch zeigt erstmals, was solche Träume Sterbender uns sagen wollen:

Sie weisen nicht auf ein totales Ende hin, sondern auf eine tiefgreifende Verwandlung und auf ein Weitergehen des psychischen Lebens. Die äußerst zahlreichen Symbole, die in Todesträumen vorkommen, stimmen mit den mythologischen Vorstellungen vieler Völker überein, besonders mit denen der alten Ägypter. Sie decken sich aber auch mit den Bildern, die im Verlauf des Individuationsprozesses auftauchen, d. h. in der Entwicklung des Menschen zur Ganzheit im Sinne der Jungschen Psychologie. Solche Symbole sind z. B. die "Todeshochzeit": die Befreiung von aller Ichhaftigkeit im Einswerden der inneren Gegensätze; die Begegnung mit dem unheimlichen oder hilfreichen "Anderen": dem dunklen Todesboten oder dem Lichtwesen, das die Seele zu ihrer "Reise" nach dem Tod abholt; der Lebensbaum, der hier gefällt wird und "dort" weiterwächst; der dunkle Geburtsweg, der den Übergang in eine andere Existenzform symbolisiert.

Solche Träume lassen sich nicht "psychologisieren", sie müssen in ihrem unmittelbaren Zusammenhang betrachtet werden. Die Autorin zieht hierzu reiches ethnologisches, religionsgeschichtliches und alchemistisches Material sowie vereinzelt auch Aspekte der Parapsychologie heran.


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